Kompetenzmühle |
Raus aus der Schule und hinein in den praxisorientierten Werksunterricht |
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| Eine stillgelegte Futtermühle, die zwischen 1942 und 1948 erbaut wurde, steht seit 1984 ungenutzt im Anbau unseres Bewerberladens. Eine Nutzung dieser Mühle zur Steigerung der Ausbildungsfähigkeit von Jugendlichen wurde zu unserer Vision. Mit dem Ziel, durch Wirken an alter Wirkungsstätte das Bewusstsein für „Handwerk“ und „Kreativität“ wieder neu zu beleben, entstand ein Konzept das Schülerinnen und Schülern sowie jungen Erwerbslosen in einem betreuten Umfeld verschiedene Berufsfelder näher bringt und handwerkliches Arbeiten ermöglicht. Durch eine Verbesserung und Intensivierung der Berufsorientierung sollen die Voraussetzungen für fundierte, rationale und vor allem marktgerechtere Berufsentscheidungen der Jugendlichen geschaffen werden. Die Verarbeitung von Holz, Metall und Kunststoffen macht die Spezifik dieser Werkstoffe erlebbar. Bereits in der Umbauphase der alten Mühle sollen sämtliche Arbeiten, von der Planung über die handwerklichen Arbeiten bis hin zur Einrichtung unter Einbindung von Schulklassen durchgeführt werden. In der Betriebsphase sollen die Schüler im Werksunterricht verschiedenste Berufsfelder ausprobieren.
Den Schülerinnen und Schülern soll die große Vielfalt handwerkliche Berufe aufgezeigt werden. Vor allem soll ihnen bewusst gemacht werden in welchem Ausmaß moderne Handwerksberufe Kreativität, Selbstständigkeit, Planungsfähigkeit und Entscheidungskompetenz fordern. Nur so kann das Vorurteil überwunden werden, Handwerksarbeit sei ausschließlich manuelle Tätigkeit ohne intellektuelle Herausforderungen. Mit wirkungsvollen Projekten sollen Interessen und Neigungen eine frühzeitige Kontaktbörse zwischen Jugendlichen und Handwerk geschaffen werden. Die Steuerung von Vermittlung der künftig rarer werdenden Auszubildenden kann so qualitativ hochwertig gesteuert werden. Hierzu sollen in der Kreativ-Mühle unterschiedliche Stationen und Anforderungsprofile angeboten werden. Ziel dieses Projektes soll es nicht sein, bestehenden Systemen und Förderangeboten Konkurrenz zu sein, oder diese gar abzulehnen, sondern vielmehr eine Möglichkeit zu bieten, ein „Empfinden für handwerkliches Arbeiten“ frühzeitig zu entwickeln.
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